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Sonntag, 25. Juni 2017

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Tauchen mit ATLANTIS, dem Tauchmagazin mit Pfiff
ATLANTIS Magazin für Divestyle ist anspruchsvoller Lesestoff für Taucher, die über den Maskenrand hinausblicken. Neben packenden Reportagen, fundierten Medizin-, Biologie-, Technikberichten finden Sie in ATLANTIS auch Kultur, Unterhaltung und vieles mehr. Das Tauchmagazin können Sie bei uns unter der Rubrik Service/Heftbestellung oder über den 4DVerlag bestellen.
 
Eine Sammlung der Titelbilder ab 2009 finden Sie hier
 
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ATLANTIS ePaper aktuell
 
Willkommen auf Kuba! Tag 1
empfang-1Liebe ATLANTIS-Freunde, in den kommenden Tagen könnt Ihr an dieser Stelle wieder meine Reise verfolgen. Diesmal bin ich in Sachen Tauchen und Kultur auf Kuba unterwegs. Gestern war der Anreisetag und wir wurden von einer original kubanischen Son-Gruppe im Hotel empfangen und zur Begrüßung gab es einen leckeren Ananassaft, stilecht in der ausgehöhlten Fruchtschale serviert. Freue mich schon auf die Tauchgänge, die ich ab übermorgen unternehmen werde. Morgen geht es erst einmal auf die Ferienmesse, die hier in jedem Jahr stattfindet. Die nächsten Tage findet Ihr hier klicken
 
Biologisches aus Süß- und Salzwasser

Katastrophengebiet Mittelmeer: Die Forschungsstelle Fisch der EU schlägt Alarm. Die Fauna des Mittelmeers ist durch den Klimawandel, die Meeresverschmutzung und vor allem Überfischung bedroht. Während der vergangenen 50 Jahre sind 34 Prozent der Fische und 41 Prozent der Meeressäuger verschwunden. 93 Prozent aller Bestände sind überfischt. Dabei gilt das Mittelmeer als besonders artenreich. Mehr als 10000 verschiedene Arten haben dort ihr Zuhause.

Katastrophengebiet Australien: Ein mächtiger Sturm mit einhergehendem Meereshochwasser in der Gegend von Sydney hat auch mindestens zwei Haien kräftig zugesetzt. Ein Bullenhai wurde von den Wassermassen in einen Flusslauf gedrückt, landete dort im Schlamm und verendete kläglich. Fußgänger fanden das leblose Tier am Tag nach dem Sturm an Land. Mehr Glück hatte ein junger Seidenhai. Das knapp ein Meter lange Tier wurde ebenfalls an Land gespült, landete dort aber in einem Swimmingpool. Zuerst fiel es niemandem auf, dass ausgerechnet ein Hai im Pool kreist und zahlreiche Schwimmer stiegen ins Wasser. Später wurde der Fisch entdeckt, eingefangen und im Meer wieder ausgesetzt.

Säbelzahnschleimfische im Dienst der Wissenschaft: Meiacanthus-Schleimfische haben eine wirksame Waffe, um Fressfeinde außer Gefecht zu setzen. Mit ihrem unangenehmen, säbelzahnartigen Gebiss setzen sie sich zur Wehr und injizieren dem Angreifer ein heroinartiges Gift. Die Giftdrüsen sind, ähnlich wie bei Schlangen, hinter den sichelartigen Fangzähnen platziert. Das enthaltene Peptid lässt beim Angreifer die Muskulatur erschlaffen, senkt den Blutdruck und führt zu einer Unempfindlichkeit gegen Schmerzen. Die vorübergehende Lähmung des Angreifers nutzen die nur fünf Zentimeter langen Schleimfische dann zur Flucht. Die Pharmaindustrie ist mittlerweile auf den kleinen Schleimfisch aufmerksam geworden. Eine Studie zeigte, dass das opiumartige Peptid sich hervorragend dazu eignen könnte, eine völlig neue Art von Schmerzmitteln herzustellen. Das Fischlein lebt im Pazifik und dort bevorzugt an Australiens Großem Barriereriff.

Höhlenfische in Mitteleuropa: Es ist eine kleine biologische Sensation, was Höhlentaucher kürzlich im Versickerungsbereich der Donau gefunden haben – eine besondere Art von Schmerle. Der Fisch ist damit der einzige Höhlenfisch, der in Zentraleuropa jemals gefunden wurde. Bislang sind Höhlenfische nur in Höhlen des Balkan aufgetaucht. Die Schmerle weist alle Merkmale eines Bewohners der Finsternis auf: Kleinste Augen, große Nasenlöcher und empfindliche Barteln im Gesicht. Das ist normal. Der Sehsinn ist in völliger Dunkelheit unwichtig, umso wichtiger sind Geruchs- und Tastsinn, um Nahrung zu finden. In der betreffenden Höhle haben die Taucher rund 150 Exemplare der speziellen Schmerle gezählt. Da dieser Bestand nicht dazu ausreichen würde, eine Spezies über Jahrtausende am Leben zu halten, vermuten die Forscher, dass es unterhalb des Höhlensystems einen großen, ja riesigen, Süßwassersee geben muss, der weiteren Exemplaren Heimat bietet. Damit erhält die Theorie des bekannten Höhlentauchers Jochen Hasenmayer neue Nahrung, der vehement vertritt, dass sich unter der Schwäbischen Alb, dem Bodensee und dem schweizerischen Alpenvorland ein gigantischer Warmwassersee erstreckt. Da ein solcher See sämtliche Energieprobleme Europas lösen würde, bestreiten Experten der Energieversorger, der Erdöl- und Gasindustrie sowie Politiker die Theorie Hasenmayers heftig. Zurück zum Fisch. Dieser wird mittlerweile im Konstanzer Aquarium gehalten und erforscht.

Sächsische Karpfen sind die wertvollsten: Ein Leistungsvergleich verschiedener Zuchtstämme des beliebten Speisefisches Karpfen hat nun ans Licht gebracht, dass die Fische, die aus einem der 200 sächsischen Zuchtbetriebe kommen, besonders reich an Omega-3-Fettsäuren sind, festes Fleisch haben und besonders schmackhaft sind. Untersucht wurden Karpfenstämme aus Sachsen, Bayern, Polen und Tschechien, wobei die Sachsen am besten abgeschnitten hatten. Nach Bayern ist Sachsen in Deutschland der zweitwichtigste Karpfenlieferant. Die Studie lief über insgesamt drei Jahre. Text Heinz Käsinger

 
Der Ur-Brexit oder: die Britischen Inseln lösen sich von Kontinentaleuropa

Als Konrad Adenauer Großbritannien in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) aufnehmen wollte, sagte Charles de Gaulle: „Strictement NON!“ Als es später doch passiert war, stellten Helmut Schmidt und sein französisches Pendant Valéry Giscard-d’Estaing fest, dass aus britischer Sicht (wegen Londons enger Beziehungen zu Washington) der Atlantik schmaler sei als der Ärmelkanal und damit wären wir endlich beim Thema.

Ursprünglich, so haben kürzlich Geologen festgestellt, waren Kontinentaleuropa und die Britischen Inseln miteinander verbunden. Da der Wasserspiegel der Meere vor und während der letzten Eiszeit erheblich niedriger war als heutzutage, bildete der Ärmelkanal vor rund 500000 Jahren ein weites Tal zwischen der heutigen Bretagne und Cornwall und lag trocken. Vermutlich befand sich dort damals eine Auenlandschaft mit Flüssen und Urwäldern. Gegen Norden hin – und zwar ziemlich genau entsprechend der heutigen Straße von Dover zwischen Dover und Calais – wurde der Landstrich durch ein Gebirge abgeschirmt, das gleichzeitig eine Landbrücke zwischen England und dem Kontinent bildete. Diese Landbrücke fungierte darüber hinaus auch als Barriere. Denn nördlich davon lag ein riesiger See, der heute die Nordsee bildet. Dann kam die Eiszeit und die Seen und Meere der nördlichen Halbkugel froren zu.

Als aber das Klima sich erwärmte, schmolzen die Eismassen der Flüsse, Seen und Gletscher und der Meeresspiegel begann zu klettern. Auch der Pegel der heutigen Nordsee stieg und schickte sich an, die Landbrücke bei Dover zu überwinden, was auch allmählich gelang. Es müssen mächtige Wasserfälle gewesen sein, die damals von der höher gelegenen Nordsee über den natürlichen Staudamm hinunter zur Flusslandschaft zwischen England und Frankreich stürzten. Denn noch heute kann man südlich der Straße von Dover, entlang der (vermuteten) Linie der Landbrücke, etwa 100 Meter tiefe und mehrere Kilometer weite Gruben ausmachen, die die Wassermassen durch ihre Gewalt in den Boden gewaschen hatten. Mehrere 1000 Jahre später konnte das Gebirge dem Druck der Nordseewässer nicht mehr standhalten, die Landbrücke brach endgültig ein und die Nordsee überflutete die Auenlandschaft. Der Ärmelkanal war entstanden.

Ob sich das politische Europa genau so entwickelt hätte, wie wir es heute vorfinden, wenn der Damm standgehalten hätte? Großbritannien mit Europa fest verbunden wäre? Ein interessantes Gedankenspiel! Ich persönlich vermute, dass dann unsere Geschichte völlig anders verlaufen wäre. Heinz Käsinger

 
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