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Tauchen mit ATLANTIS, dem Tauchmagazin mit Pfiff
ATLANTIS Magazin für Divestyle ist anspruchsvoller Lesestoff für Taucher, die über den Maskenrand hinausblicken. Neben packenden Reportagen, fundierten Medizin-, Biologie-, Technikberichten finden Sie in ATLANTIS auch Kultur, Unterhaltung und vieles mehr. Das Tauchmagazin können Sie bei uns unter der Rubrik Service/Heftbestellung oder über den 4DVerlag bestellen.
 
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Krokodilsgeschichten, heiter bis tragisch
lesitenkrokodilNoch in den 1970er Jahren stand das Salzwasserkrokodil vor der Ausrottung, dann wurde es unter Artenschutz gestellt. Heute ist es wieder zahlreich an den Küsten der wärmeren Länder anzutreffen – und folgerichtig häufen sich die Zwischenfälle in die Mensch und Krokodil sich verwickeln. Und die oft tödlich enden. Für die eine oder andere Seite.

Kürzlich traf es einen britischen Touristen auf Sri Lanka. Er war mit Freunden an der Küste unterwegs, als ihn ein menschliches Rühren überfiel. Er suchte nach einer Möglichkeit, sich diskret zu erleichtern, kehrte dann aber nicht zu seiner Gruppe zurück. Eine Suche blieb erfolglos. Taucher fanden den Leichnam des jungen Mannes schließlich in der Bucht im flachen Wasser. Sein Körper wies mehrere, krokodilstypische Bissverletzungen auf, besonders stark war das rechte Bein verletzt. Das Gebiet, in dem sich der Zwischenfall ereignete, ist bei den Einheimischen als Krokodilsgebiet bekannt und gefürchtet.

Eine 79-Jährige, verwirrte Frau wurde diesen Herbst im australischen Port Douglas von einem Krokodil getötet. Die Frau wohnte in einem Altenpflegeheim an einem Fluss. Abends kehrte sie nicht von einem Spaziergang zurück. Die Polizei fand bei der Suche nach ihr ihre zerfetzte Kleidung und den Gehstock mit ihrem Namen. Außerdem wurden große Stücke Fleischfetzen von ihr gefunden – typische Erscheinungen nach dem Angriff eines Krokodils. Nachdem schon Wochen zuvor ein fast drei Meter langes Krokodil in der Gegend von Port Douglas gefunden und umgesiedelt worden war, gingen die Behörden von einem neuerlichen Auftauchen eines solchen Reptils aus. Im Hafenbecken des Ortes stellte man deshalb einen Käfig als Falle für das Tier auf. Eine Gruppe junger Männer wollte ihren Mut unter Beweis stellen, schwamm nachts zur Falle hinaus und die Burschen fotografierten sich gegenseitig. Um ihre Großtat zu beweisen, stellten sie die Fotos ins Netz und lösten damit einen erstklassig Shitstorm aus: Von „geisteskrank“, über „idiotisch“ bis „Blödheit des Jahrhunderts“ reichten die Kommentare.

In Australien ist auch die Gegend um Rockhampton (Queensland) als Krokodilsland bekannt. Dort lebt eine große Gruppe von Salzwasserkrokodilen. Vor wenigen Wochen fanden Wildhüter den Kadaver des größten, jemals in Queensland gesichteten Krokodils. Es maß 5,20 Meter länge und wurde erschossen. Die Kriminalpolizei ermittelt, Salzwasserkrokodile stehen unter Artenschutz. Die Wildhüter wissen, dass das Riesenreptil so etwas wie der Chef der Gruppe war und befürchten jetzt Rangkämpfe und Rivalitäten unter den jüngeren Krokodilsmännchen. Wie sich das auf das Verhalten gegenüber den Menschen der Region auswirkt, ist nicht bekannt. Jedenfalls riefen die Behörden die Einheimischen zu erhöhter Vorsicht auf.  Text: Heinz Käsinger, Foto: Molly Ebersold, St. Augustine Alligator Farm

 
Das Sydneyer Opernhaus bekommt ein Riff

sydneyDas wohl bekannteste und am meisten fotografierte Opernhaus der Welt, das in Sydney, bekommt ein künstliches Riff. Das gaben die Regierung des Bundesstaates New South Wales und die Technische Universität von Sydney bekannt. Zunächst wird es neun hexagonale, schwimmende Inseln rund um die Oper geben und diese werden im Rahmen eines drei Jahre währenden Forschungsprojektes beobachtet werden. Da die Experten sich eine Belebung des Hafens durch Meerestiere erhoffen, liegt der Schwerpunkt der Beobachtungen darauf, ob sich an den Kunststoffmodulen überhaupt – und wenn ja welche – Tiere ansiedeln. Sprich: Ob sich Artenvielfalt und absolute Menge an Meeresgetier in der Hafengegend erhöhen. Später sollen dann ggf. feste Riffe installiert werden.

Kritiker sind skeptisch

Kaum war der Plan von Regierung und Universität bekannt, gab es von San Francisco im Westen bis Wladiwostok im Osten Kritik in Öffentlichkeit und Wissenschaft. Wissenschaftler gaben zu bedenken, dass die Gewässer um Sydney zu kalt für die Ansiedlung von Korallen seien und ohnehin vorhandenes Meeresleben in den Felsen und Sandflächen rund um den Hafen genügend Lebensraum vorfinden würden. Außerdem sei für größere Tiere, ob Fische oder Säugetiere wie Robben und Otter, der Stress durch den dichten Schiffsverkehr des vielbefahrenen Personenfährhafens zu groß. Laien kritisierten, dass das Geld für solch einen Plan besser in den Erhalt des Großen Barriereriffs im Nordosten des Kontinents fließen solle.  Das Opernhaus Sydney liegt auf der Bennelong Point-Landzunge, direkt am Circular Quay, dem Personenfährhafen mit der weltweit höchsten Schiffsfrequenz. Text und Bild: Heinz Käsinger

 
Britische Schatzjäger tauchen nach 125 Milliarden Pfund

goldIm Herbst wurde bekannt, dass das britische Schatztauchunternehmen Britannia’s Gold Ltd. Schiffe,  bzw. deren Ladungen, orten und bergen will, die in den beiden Weltkriegen von der deutschen Kriegsmarine versenkt wurden. Dutzende von Wracks hat man lokalisiert und erhofft sich eine Gesamtausbeute von rund 125 Milliarden Britischen Pfund in Goldbarren. Bevor man Investoren für diese hoch riskante Anlage gesucht hat, haben Spezialisten der Firma, darunter Archäologen, Historiker und Ingenieure, 25 Jahre lang Daten gesammelt. In einem finalen Vorbereitungsschritt trug ein 37-köpfiges Expertenteam rund um die Uhr Informationen aus europäischen und überseeischen Archiven zusammen, sammelte Wetter- und Strömungsdaten und machte sich über die Beschaffenheit des Meeresbodens an den Wrackstellen kundig. Unter anderem hatten sich die Schatzjäger durch vorab durchgeführte Sondierungsfahrten auch versichert, dass die betreffenden Wracks unbeschädigt sind und nicht etwa schon geplündert wurden.

Im Oktober 2017 lief dann das erste Bergungsschiff aus. Es sucht derzeit nach dem Wrack eines Schiffes, das im Ersten Weltkrieg von einem, aus Geheimhaltungsgründen nicht näher bezeichneten, Hafen Englands auslief, um Waren nach Kanada zu bringen. Aus Dokumenten ging hervor, dass das Frachtschiff auch eine unbekannte Menge an Goldbarren mitgeführt hat. Ein U-Boot der kaiserlichen Marine torpedierte es und der Frachter sank. Konkurrenten der Britannia’s Gold Ltd. sind ebenfalls mit im Rennen um die vielen Goldbarren. Ihnen gegenüber hat Britannia’s Gold aber einen unschätzbaren Vorteil: Das Unternehmen verfügt nämlich über ein Dokument, welches direkt aus dem Umfeld des britischen WK-I Premierministers Reginald McKenna stammt und viele Informationen enthält, die die Konkurrenten nicht kennen. Unter anderem enthält das Papier eine Auflistung von Schiffen, deren Start- und Zielhäfen, deren Ladung und sogar einige Testamente und Vermächtnisse betroffener Seeleute.

Rechtlich gesehen gehört das gesuchte Gold dem britischen Staat. Dem Bergeunternehmen steht lediglich ein Bruchteil der Summe zu. Wie hoch dieser Bruchteil mindestens sein muss, regelt britisches Recht. Man kann aber davon ausgehen, dass das Unternehmen einen Anteil für sich ausgehandelt hat, der über dieser gesetzlichen Schwelle liegt. Wer sich über den Fortgang der Bergungsexpedition aktuell informieren will, der kann dies auf der Webseite des Finanzdienstleiters Angel Business Club tun. Unter dem Link https://abc.angelequitygroup.com/news/salvage-update veröffentlicht Britannia’s Gold Ltd. einen Liveticker. Text: Heinz Käsinger, Beispielfoto: Britannia’s Gold Ltd.

 
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